Insemination, Kinderwunsch

Fachbegriffe rund um die Insemination

In diesem Blogartikel möchte ich dir das Chaos der Fachbegriffe zur Insemination erklären. Weißt du über IUI, ITI, ICI etc. bescheid? Nein? 😮 Kein Problem ich werde es dir erklären.

Es ist immer vorteilhaft, über jegliche Fachbegriffe der Insemination bescheid zu wissen. Für die Ärzte ist es Gang und Gäbe. Immer wieder werden dir diese Fachbegriffe zu Ohren kommen. Daher beugen wir mit diesem Beitrag dem Fachgesimpel etwas vor.

Keine Sorge, das kriegen wir hin! 🙂

Das Chaos der Fachbegriffe zur Insemination, klären wir auf

Die häufigste Methode, die IUI

Insemination heißt Samenübertragung und wird abgekürzt mit IUI. Eine Form der künstlichen Befruchtung, die auch assistierte Reproduktion genannt wird. Das männliche Sperma wird instrumentell in den Genitaltrakt der Frau eingebracht.

Der Gegensatz der assistierten Reproduktion ist die In-Vitro-Fertilisation. Abgekürzt mit IVF . Eine sogenannte Reagenzglas-Befruchtung.

Wird das Sperma deines eigenen Partners eingesetzt so nennt man diese homologe Insemination. Wird das Sperma eines Spenders verwendet nennt man es wiederum heterologe (donogene) Insemination.

Fachbegriffe zur Insemination wollen verstanden werden

Fachbegriffe der Insemination (Beispiel)

Ein Überblick über die Methoden zur Insemination

Man unterscheidet auch hier unter den Fachbegriffen IUI, ITI, Kappeninsemination und ICI.

Intrauterine Insemination (IUI): Das Sperma wird mit einem dünnen Katheter direkt in deine Gebärmutter eingespritzt. Diese Methode wird jedoch meistens mit einer Hormonbehandlung kombiniert.

Intratubare Insemination (ITI):  Ist nur eine geringe Anzahl der Spermien vorhanden, so wird das Sperma direkt in deinen Eileiter gespritzt, damit der Weg zur Eizelle verkürzt wird.

Kappeninsemination: Eine seltene Methode die heute noch angewandt wird. Verwendet wird eine spezielle Kappe. Die Spermien werden damit vor deinen Muttermund platziert.

Intrazervikale Insemination (ICI): Eine weitere seltene Methode. Das Sperma wird in deinen Gebärmutterhals eingespritzt.

Welche Methode für dich geeignet ist, entscheidet dein Arzt in der Kinderwunschklinik.

Deine Vorbereitung zur Insemination

Eine Insemination wird nicht „einfach mal so“ durchgeführt. Kenne deinen Zyklus um den passenden Zeitpunkt zu finden.

Erstelle dir einen eigenen Zykluskalender oder schau dich bei deinem Gynäkologen mal um, manchmal liegen zwischen den Informationsflyern solche Kalender herum. Wenn nicht, frag einfach mal nach. So erleichterst du dir die Übersicht und findest schnell heraus, wie lang dein Zyklus ist.

Bei den meisten Frauen beträgt der Zyklus 28 Tage. Aus Erfahrung kann ich sagen das dieser im Falle einer längeren Therapie aber eh macht was er will. 🙂

Jetzt musst du genau wissen, wann du deinen Eisprung hast. Dieser macht sich bei manchen Frauen durch ein zwicken im Unterleib bemerkbar. Durchschnittlich passiert der Eisprung zwischen dem 9. und 15. Tag, je nach Zykluslänge.

Zur Hilfe kannst du dir einen Ovulationstest besorgen. Er zeigt dir deinen Östrogenanstieg sowie deinen LH-Anstieg im Urin. Er weist somit auf die fruchtbare Phase hin.

Die Preiskategorie der Ovulationsteste sind sehr unterschiedlich. Lass dir genaue Informationen von deiner Apotheke geben. Ich selbst nutze bisher immer die Ovulationsteste von Clearblue, diese zeigen dir digital dein Ergebnis an und funktionieren recht zuverlässig.

Warum eine Stimulationsbehandlung und was passiert dadurch

Eine Insemination ist im natürlichen Zyklus möglich, selten aber schnell erfolgreich. Deswegen wird die Insemination mit einer Stimulationsbehandlung kombiniert.

Deine Follikel werden durch Hormone stimuliert. Oftmals wird das Medikament Clomifen angewendet. (gibt´s als Rezept vom deiner KiWu)

stimulierende Hormone

Stimulierende Hormone, die deine Follikelreifung unterstützen

Es gibt jedoch noch das FSH, ebenfalls ein follikelstimulierendes Hormon. Dies ist nicht geschlechtsspezifisch. Bei der Frau regt es die Hirnanhangdrüsen an und bei Männern regt es die Spermienbildung an.

Bei einem Follikeldurchmesser von ca. 20 Milimetern ist der Eisprung zu erwarten. Dieser kann jedoch durch die Zugabe des Hormones hCG künstlich ausgelöst werden.

Dieses hCG-Hormon verabreicht dir dein Arzt des KiWu-Zentrums oder gibt es dir mit nach Hause, so kannst du dir die Injektion selbst subcutan spritzen. Wann du es spritzt musst, sagt dir dein Arzt. Keine Sorge, es tut nicht weh. Ein kleiner Pieks. 🙂

Wichtig zu beachten: Unterziehe dich einem Ultraschall, damit Zysten ausgeschlossen werden können. Sollten Zysten im Gebärraum vorhanden sein, solltest du keine Hormone zu dir nehmen, die das heranreifen der Follikel fördern.

Lässt du dich nicht nach Zysten untersuchen, werden deine Zysten im schlimmsten Fall größer und verhindern die Befruchtung. Komplikationen sind nicht auszuschließen, wenn es zur Schwangerschaft kommt.

Also lass dich lieber einmal mehr untersuchen, bevor du es später bereust. 😉

Aufbereitung der Spermien

Um die besten Samenzellen zu gewinnen, wird das Sperma vor der Insemination aufbereitet. Das Sperma muss dann relativ schnell nach dem Verabreichen des hCG-Hormons bereit gehalten werden, da dein Eisprung bereits nach 35 Stunden einsetzen kann.

Spermien, Insemination

Aufbereitung der Spermien

Wird das Sperma von einem Spender genutzt, so wird dies aus der Samenbank entnommen. Die Spermien sind aufbereitet und im flüssigen Stickstoff eingelagert, die sogenannte Kryokonservierung.

Das Einsetzten der Spermien

Das aufbereitete Sperma wird in eine Spritze gezogen. Ein weicher, biegsamer Katheter wird anschließend in deine Scheide eingeführt um die Samen an der richtigen Stelle zu platzieren. Während der Insemination darf dein Partner anwesend sein. Der Verlauf ist nicht schmerzhaft und vergleichbar mit einer Kontrolluntersuchung deines Gynäkologen.

Nach der Insemination solltest du noch etwas liegen bleiben, damit sich die Spermien gut verteilen. Nicht hopsen! 🙂

Das Warten auf das Ergebnis

Nach guten 14 Tagen ist es endlich soweit. Bleibt die Regelblutung aus, kann ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Ist der Test negativ, gib die Hoffnung nicht auf. Dann klappt es eben beim nächsten mal. 🙂

Ich wünsche dir und deinem Partner viel Erfolg 🙂

Auch hoffe ich, dass ich dir mit den Fachbegriffen helfen konnte, diese etwas besser zu verstehen. Über einen Kommentar oder ein Emoji, wie dir dieser Beitrag gefallen hat, würde ich mich freuen.

Hier erfährst du mehr über die Wege der Insemination. (klick)

Liebe Grüsse

Kathi

 

 

Kommentare und Fragen:

  3Comments

  1. Pingback: Infertilität bei der Frau und dem Mann | kinderwunsch-tipps.com

  2. Melle   •  

    Eine Insemination kann durchaus schmerzhaft sein. Da mein Muttermund einen Knick macht, fühlt sich die Insemination so an, als ob mir jemand eine Nadel in einer frische Wunde piekst. Also kein dumpfer Schmerz, sondern sehr stechend. Das Gute daran, es sind nur ein paar Sekunden.

    • K.Rueter   •     Author

      Danke für dein Kommentar. Ich hoffe, dass deine Schmerzen jedoch erträglich sind. Ich wünsche dir viel Glück das es klappt!

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